Die DPA streute einen Artikel, der in den meisten Zeitungen (auch: http://www.n24.de/news/newsitem_3839214.html) wiedergegeben wurde.
Einen eigenen Artikel brachten die "Schwäbische Post" in Aalen und "Esperanto aktuell" (2008/5, S. 4-5, auch im Netz zu finden).


Zurück zur Startseite der Bibliothek!

Internetz-Recherche am 15.9.2008, 14h:

http://www.szon.de/news/ratgeber/jobundkarriere/200809151338.html?_from=rss
SZON, das Internetportal der Schwäbischen Zeitung

ebenso unter: http://www.szon.de/lokales/ostalb/aalen/200809151338.html?SZONSID=2ae36b52eefc86148754b717abdaf743
 

Esperanto-Bibliothek in Aalen wird 100 Jahre alt


Bild: Esperanto-Bibliothek
Aalen (dpa) Die Sprache ist flexibel, logisch und hat eine klare Grammatik ohne Ausnahmen - der 65 Jahre alte Apotheker Karl Heinz Schaeffer gerät ins Schwärmen, wenn er über die Kunstsprache oder wie er lieber sagt «Plansprache» Esperanto spricht.

Auch den Klang der Sprache findet er einfach nur schön. Schaeffer ist Geschäftsführer der Deutschen Esperanto-Bibliothek in Aalen (Ostalbkreis), die dieses Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiert. Die Bibliothek entstand aus der im August 1908 gegründeten Bibliothek des Sächsischen Esperanto-Instituts. Sie gehört weltweit zu den fünf größten Esperanto-Bibliotheken.

Der polnische Augenarzt Ludwig Zamenhof erfand Esperanto 1887. «Hoffender» bedeutet der Name der Kunstsprache. Esperanto besteht zu 50 Prozent aus romanischen Wörtern, 40 Prozent der Wörter sind germanischen und zehn Prozent slawischen Ursprungs. Zamenhofs Ziel war es, eine Weltsprache zu entwickeln, die jeder sprechen und relativ leicht erlernen kann. «Schon Hildegard von Bingen versuchte, so eine Sprache zu entwickeln», sagt Schaeffer. «Aber keiner dieser Versuche hat überlebt, nur Esperanto ist geblieben.»

Mehr als 21 000 Bücher stehen in den Regalen der Bibliothek, die selber wiederum in der Bibliothek der Stadt Aalen untergebracht ist. Katalogisiert wurden die Bücher von einem Pfarrer in Weilheim an der Teck (Kreis Esslingen). Als dieser sein Pfarrhaus räumte, kamen die Bücher und damit die ganze Bücherei 1989 nach Aalen. Klassiker der Weltliteratur wie Schiller, Shakespeare und Goethe haben in der Bibliothek genauso ihren Platz gefunden wie der Struwwelpeter oder Asterix und Obelix.

 

Und dennoch: Die Kunstsprache konnte sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht durchsetzen. «Sprachen werden von Regierungen durchgesetzt. Wenn die Politik nicht dahintersteht, setzt sich eine Sprache auch nicht durch», sagt Schaeffer überzeugt und bedauert es zugleich. Würden alle Menschen eine Sprache sprechen, gebe es wohl auch weniger Kriege und Krisen, vermutet er.

Englisch ist für ihn nicht die Lösung. In China etwa werde die leicht erlernbare Sprache Esperanto in riesigen Sporthallen unterrichtet. Nach Ansicht von Schaeffer sollte Esperanto aber nur eine Zweitsprache sein. «Jeder soll seine Heimatsprache und zusätzlich Esperanto als neutrale Verständigungssprache sprechen.»

Zumindest sollte jeder, der Schaeffer telefonisch erreichen möchte, Bruchstücke der Sprache beherrschen. Denn auf seinem Anrufbeantworter meldet er sich mit dem Satz: «Mi estas bedaurinde ne hejme» (Ich bin leider nicht zu Hause).

Esperanto-Bibliothek in Aalen: esperanto-bibliothek.gmxhome.de

Aalen (dpa) Die Sprache ist flexibel, logisch und hat eine klare Grammatik ohne Ausnahmen - der 65 Jahre alte Apotheker Karl Heinz Schaeffer gerät ins Schwärmen, wenn er über die Kunstsprache oder wie er lieber sagt «Plansprache» Esperanto spricht.

Auch den Klang der Sprache findet er einfach nur schön. Schaeffer ist Geschäftsführer der Deutschen Esperanto-Bibliothek in Aalen (Ostalbkreis), die dieses Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiert. Die Bibliothek entstand aus der im August 1908 gegründeten Bibliothek des Sächsischen Esperanto-Instituts. Sie gehört weltweit zu den fünf größten Esperanto-Bibliotheken.

Der polnische Augenarzt Ludwig Zamenhof erfand Esperanto 1887. «Hoffender» bedeutet der Name der Kunstsprache. Esperanto besteht zu 50 Prozent aus romanischen Wörtern, 40 Prozent der Wörter sind germanischen und zehn Prozent slawischen Ursprungs. Zamenhofs Ziel war es, eine Weltsprache zu entwickeln, die jeder sprechen und relativ leicht erlernen kann. «Schon Hildegard von Bingen versuchte, so eine Sprache zu entwickeln», sagt Schaeffer. «Aber keiner dieser Versuche hat überlebt, nur Esperanto ist geblieben.»

Mehr als 21 000 Bücher stehen in den Regalen der Bibliothek, die selber wiederum in der Bibliothek der Stadt Aalen untergebracht ist. Katalogisiert wurden die Bücher von einem Pfarrer in Weilheim an der Teck (Kreis Esslingen). Als dieser sein Pfarrhaus räumte, kamen die Bücher und damit die ganze Bücherei 1989 nach Aalen. Klassiker der Weltliteratur wie Schiller, Shakespeare und Goethe haben in der Bibliothek genauso ihren Platz gefunden wie der Struwwelpeter oder Asterix und Obelix.

Und dennoch: Die Kunstsprache konnte sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht durchsetzen. «Sprachen werden von Regierungen durchgesetzt. Wenn die Politik nicht dahintersteht, setzt sich eine Sprache auch nicht durch», sagt Schaeffer überzeugt und bedauert es zugleich. Würden alle Menschen eine Sprache sprechen, gebe es wohl auch weniger Kriege und Krisen, vermutet er.

Englisch ist für ihn nicht die Lösung. In China etwa werde die leicht erlernbare Sprache Esperanto in riesigen Sporthallen unterrichtet. Nach Ansicht von Schaeffer sollte Esperanto aber nur eine Zweitsprache sein. «Jeder soll seine Heimatsprache und zusätzlich Esperanto als neutrale Verständigungssprache sprechen.»

Zumindest sollte jeder, der Schaeffer telefonisch erreichen möchte, Bruchstücke der Sprache beherrschen. Denn auf seinem Anrufbeantworter meldet er sich mit dem Satz: «Mi estas bedaurinde ne hejme» (Ich bin leider nicht zu Hause).

Esperanto-Bibliothek in Aalen: esperanto-bibliothek.gmxhome.de

(Erschienen: 15.09.2008)

http://www.schwaebische-post.de/service/archiv/371947/

Für Deutschland einzigartig

Ausstellungseröffnung und Jubiläumsfeier zum 100. Geburtstag der Esperanto-Bibliothek in Aalen

Seit 19 Jahren beherbergt das Aalener Torhaus die Deutsche Esperanto-Bibliothek. Gegründet im Jahr 1908 feiert diese jetzt gemeinsam mit dem zeitgleich gegründeten Deutschen Esperanto-Institut ihren 100. Geburtstag. Zum Jubiläum wurde nun die Ausstellung „100 Jahre Deutsche Esperanto-Bibliothek“ in den Räumen der Aalener Stadtbibliothek eröffnet.


HEIKO BUCZINSKI

Aus ganz Deutschland reisten Esperanto-Verfechter nach Aalen zum 100. Geburtstag der Deutschen Esperanto-Bibliothek. (Foto: buc)

Aalen. „Wenn eine Einrichtung der Stadt Aalen von sich behaupten kann, den Ruf der Stadt buchstäblich in die Welt hinaus zu tragen, ist das die Esperanto-Bibliothek“. Mit diesen Worten sicherte sich der Leiter der Aalener Stadtbibliothek, Michael Steffel, den Applaus der aus ganz Deutschland angereisten Jubiläumsgäste. Einstimmig sei 1988 der Beschluss zur Einrichtung der Esperanto-Bibliothek in Aalen gefasst worden. Er überbrachte auch die Glückwünsche von Oberbürgermeister Martin Gerlach, der sich parallel – ganz im Sinne der Weltsprache Esperanto – um die zum Stadtfest angereisten Besucher aus den Aalener Partnerstädten kümmerte.
Utho Maier, der Leiter der Deutschen Esperanto-Bibliothek, erinnerte an die Entstehung der Sprache, an die Gründung des Instituts und die damit verbundene Einrichtung der Bibliothek in Dresden bis zu ihrem kompletten Umzug von Bissingen/Teck nach Aalen und der Neu-Eröffnung 1989 im Torhaus.
Als Festredner referierte der Direktor des Deutschen Esperanto-Instituts, Professor Dr. Martin Haase von der Universität Bamberg, über „Sprachplanung und Plansprachen“. Die wichtige Rolle der Deutschen Esperanto-Bibliothek mit ihren 21 000 Titeln und über 40 000 bibliografischen Einheiten im Aalener Torhaus stellte er besonders heraus.
Der Präsident des Deutschen Esperanto-Bundes, Dr. Rudolf Fischer von der Universität Münster, unterstrich die Bedeutung der „einzigartigen Einrichtung“. Gerald Tucker vom Deutschen Esperanto-Institut ernannte Werner Bormann zum Ehrenmitglied. Auch Otto Kern vom Deutschen Esperanto-Zentrum und Dr. Wolfgang M. Schwarz vom Esperanto-Zentrum „Marie Hankel“ an der Technischen Universität Dresden lobten die Zusammenarbeit. In die Ausstellung in den Räumen der Aalener Stadtbibliothek führte Karl Heinz Schäffer von der Deutschen Esperanto-Bibliothek die Besucher ein. Neben antiquarischen Titeln und Lehrbüchern aus 100 Jahren sind hier auch Romane wie J.R.R. Tolkiens „Herr der Ringe“, aktuelle Zeitschriften, Kinderbücher wie „Der Struwelpeter“, Comics wie „Asterix“ und sogar eine alte Bibel auf Esperanto ausgestellt – eine enorme Bandbreite.
 

 Die Ausstellung ist noch bis zur Verleihung des diesjährigen Fama-Preises am 19. Oktober in der Aalener Stadtbibliothek zu sehen.
 



http://www.suedkurier.de/nachrichten/wirtschaft/karriere/beruf_bildung/Bildung-Bibliotheken-Sprache;art467,3418450,0
Südkurier Konstanz

15.09.2008 12:36

Bildung Bibliotheken Sprache

Esperanto-Bibliothek in Aalen wird 100 Jahre alt

Von Markus Lehmann, dpa
Die Sprache ist flexibel, logisch und hat eine klare Grammatik ohne Ausnahmen - der 65 Jahre alte Apotheker Karl Heinz Schaeffer gerät ins Schwärmen, wenn er über die Kunstsprache oder wie er lieber sagt «Plansprache» Esperanto spricht.
Karl-Heinz Schäffer hält das zweite Buch, das in Esperanto geschrieben ist. Das Buch von 1888 ist das älteste Exemplar in der Esperanto-Bibliothek. (Bild: dpa)
 

Auch den Klang der Sprache findet er einfach nur schön. Schaeffer ist Geschäftsführer der Deutschen Esperanto-Bibliothek in Aalen (Ostalbkreis), die dieses Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiert. Die Bibliothek entstand aus der im August 1908 gegründeten Bibliothek des Sächsischen Esperanto-Instituts. Sie gehört weltweit zu den fünf größten Esperanto-Bibliotheken.

Der polnische Augenarzt Ludwig Zamenhof erfand Esperanto 1887. «Hoffender» bedeutet der Name der Kunstsprache. Esperanto besteht zu 50 Prozent aus romanischen Wörtern, 40 Prozent der Wörter sind germanischen und zehn Prozent slawischen Ursprungs. Zamenhofs Ziel war es, eine Weltsprache zu entwickeln, die jeder sprechen und relativ leicht erlernen kann. «Schon Hildegard von Bingen versuchte, so eine Sprache zu entwickeln», sagt Schaeffer. «Aber keiner dieser Versuche hat überlebt, nur Esperanto ist geblieben.»

Mehr als 21 000 Bücher stehen in den Regalen der Bibliothek, die selber wiederum in der Bibliothek der Stadt Aalen untergebracht ist. Katalogisiert wurden die Bücher von einem Pfarrer in Weilheim an der Teck (Kreis Esslingen). Als dieser sein Pfarrhaus räumte, kamen die Bücher und damit die ganze Bücherei 1989 nach Aalen. Klassiker der Weltliteratur wie Schiller, Shakespeare und Goethe haben in der Bibliothek genauso ihren Platz gefunden wie der Struwwelpeter oder Asterix und Obelix.

Und dennoch: Die Kunstsprache konnte sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht durchsetzen. «Sprachen werden von Regierungen durchgesetzt. Wenn die Politik nicht dahintersteht, setzt sich eine Sprache auch nicht durch», sagt Schaeffer überzeugt und bedauert es zugleich. Würden alle Menschen eine Sprache sprechen, gebe es wohl auch weniger Kriege und Krisen, vermutet er.

Englisch ist für ihn nicht die Lösung. In China etwa werde die leicht erlernbare Sprache Esperanto in riesigen Sporthallen unterrichtet. Nach Ansicht von Schaeffer sollte Esperanto aber nur eine Zweitsprache sein. «Jeder soll seine Heimatsprache und zusätzlich Esperanto als neutrale Verständigungssprache sprechen.»

Zumindest sollte jeder, der Schaeffer telefonisch erreichen möchte, Bruchstücke der Sprache beherrschen. Denn auf seinem Anrufbeantworter meldet er sich mit dem Satz: «Mi estas bedaurinde ne hejme» (Ich bin leider nicht zu Hause).


http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=ratg&itemid=10297&detailid=497821

Esperanto-Bibliothek in Aalen wird 100 Jahre alt

Von Markus Lehmann, dpa

Aalen (dpa) - Die Sprache ist flexibel, logisch und hat eine klare Grammatik ohne Ausnahmen - der 65 Jahre alte Apotheker Karl Heinz Schaeffer gerät ins Schwärmen, wenn er über die Kunstsprache oder wie er lieber sagt «Plansprache» Esperanto spricht.
 

Auch den Klang der Sprache findet er einfach nur schön. Schaeffer ist Geschäftsführer der Deutschen Esperanto-Bibliothek in Aalen (Ostalbkreis), die dieses Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiert. Die Bibliothek entstand aus der im August 1908 gegründeten Bibliothek des Sächsischen Esperanto-Instituts. Sie gehört weltweit zu den fünf größten Esperanto-Bibliotheken.

Der polnische Augenarzt Ludwig Zamenhof erfand Esperanto 1887. «Hoffender» bedeutet der Name der Kunstsprache. Esperanto besteht zu 50 Prozent aus romanischen Wörtern, 40 Prozent der Wörter sind germanischen und zehn Prozent slawischen Ursprungs. Zamenhofs Ziel war es, eine Weltsprache zu entwickeln, die jeder sprechen und relativ leicht erlernen kann. «Schon Hildegard von Bingen versuchte, so eine Sprache zu entwickeln», sagt Schaeffer. «Aber keiner dieser Versuche hat überlebt, nur Esperanto ist geblieben.»

Mehr als 21 000 Bücher stehen in den Regalen der Bibliothek, die selber wiederum in der Bibliothek der Stadt Aalen untergebracht ist. Katalogisiert wurden die Bücher von einem Pfarrer in Weilheim an der Teck (Kreis Esslingen). Als dieser sein Pfarrhaus räumte, kamen die Bücher und damit die ganze Bücherei 1989 nach Aalen. Klassiker der Weltliteratur wie Schiller, Shakespeare und Goethe haben in der Bibliothek genauso ihren Platz gefunden wie der Struwwelpeter oder Asterix und Obelix.

Und dennoch: Die Kunstsprache konnte sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht durchsetzen. «Sprachen werden von Regierungen durchgesetzt. Wenn die Politik nicht dahintersteht, setzt sich eine Sprache auch nicht durch», sagt Schaeffer überzeugt und bedauert es zugleich. Würden alle Menschen eine Sprache sprechen, gebe es wohl auch weniger Kriege und Krisen, vermutet er.

Englisch ist für ihn nicht die Lösung. In China etwa werde die leicht erlernbare Sprache Esperanto in riesigen Sporthallen unterrichtet. Nach Ansicht von Schaeffer sollte Esperanto aber nur eine Zweitsprache sein. «Jeder soll seine Heimatsprache und zusätzlich Esperanto als neutrale Verständigungssprache sprechen.»

Zumindest sollte jeder, der Schaeffer telefonisch erreichen möchte, Bruchstücke der Sprache beherrschen. Denn auf seinem Anrufbeantworter meldet er sich mit dem Satz: «Mi estas bedaurinde ne hejme» (Ich bin leider nicht zu Hause).

Mehr im Internet


http://www.thueringer-allgemeine.de/ta/ta.wissenschaft.volltext.php?zulieferer=dpa&redaktion=zin&dateiname=iptc-zin-20080915-12-dpa_18941016.nitf&kategorie=&catchline=%2FServiceLine%2FBeruf_Bildung&other=&dbserver=1
 

WISSENSCHAFT

Esperanto-Bibliothek in Aalen wird 100 Jahre alt

Karl-Heinz Schäffer hält das zweite Buch, das in Esperanto geschrieben ist. Das Buch von 1888 ist das älteste Exemplar in der Esperanto-Bibliothek. (Bild: dpa)
Karl-Heinz Schäffer hält das zweite Buch, das in Esperanto geschrieben ist. Das Buch von 1888 ist das älteste Exemplar in der Esperanto-Bibliothek. (Bild: dpa)

Aalen (dpa) - Die Sprache ist flexibel, logisch und hat eine klare Grammatik ohne Ausnahmen - der 65 Jahre alte Apotheker Karl Heinz Schaeffer gerät ins Schwärmen, wenn er über die Kunstsprache oder wie er lieber sagt »Plansprache« Esperanto spricht.

Auch den Klang der Sprache findet er einfach nur schön. Schaeffer ist Geschäftsführer der Deutschen Esperanto-Bibliothek in Aalen (Ostalbkreis), die dieses Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiert. Die Bibliothek entstand aus der im August 1908 gegründeten Bibliothek des Sächsischen Esperanto-Instituts. Sie gehört weltweit zu den fünf größten Esperanto-Bibliotheken.

Der polnische Augenarzt Ludwig Zamenhof erfand Esperanto 1887. »Hoffender« bedeutet der Name der Kunstsprache. Esperanto besteht zu 50 Prozent aus romanischen Wörtern, 40 Prozent der Wörter sind germanischen und zehn Prozent slawischen Ursprungs. Zamenhofs Ziel war es, eine Weltsprache zu entwickeln, die jeder sprechen und relativ leicht erlernen kann. »Schon Hildegard von Bingen versuchte, so eine Sprache zu entwickeln«, sagt Schaeffer. »Aber keiner dieser Versuche hat überlebt, nur Esperanto ist geblieben.«

Mehr als 21 000 Bücher stehen in den Regalen der Bibliothek, die selber wiederum in der Bibliothek der Stadt Aalen untergebracht ist. Katalogisiert wurden die Bücher von einem Pfarrer in Weilheim an der Teck (Kreis Esslingen). Als dieser sein Pfarrhaus räumte, kamen die Bücher und damit die ganze Bücherei 1989 nach Aalen. Klassiker der Weltliteratur wie Schiller, Shakespeare und Goethe haben in der Bibliothek genauso ihren Platz gefunden wie der Struwwelpeter oder Asterix und Obelix.

Und dennoch: Die Kunstsprache konnte sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht durchsetzen. »Sprachen werden von Regierungen durchgesetzt. Wenn die Politik nicht dahintersteht, setzt sich eine Sprache auch nicht durch«, sagt Schaeffer überzeugt und bedauert es zugleich. Würden alle Menschen eine Sprache sprechen, gebe es wohl auch weniger Kriege und Krisen, vermutet er.

Englisch ist für ihn nicht die Lösung. In China etwa werde die leicht erlernbare Sprache Esperanto in riesigen Sporthallen unterrichtet. Nach Ansicht von Schaeffer sollte Esperanto aber nur eine Zweitsprache sein. »Jeder soll seine Heimatsprache und zusätzlich Esperanto als neutrale Verständigungssprache sprechen.«

Zumindest sollte jeder, der Schaeffer telefonisch erreichen möchte, Bruchstücke der Sprache beherrschen. Denn auf seinem Anrufbeantworter meldet er sich mit dem Satz: »Mi estas bedaurinde ne hejme« (Ich bin leider nicht zu Hause).

Esperanto-Bibliothek in Aalen:

esperanto-bibliothek.gmxhome.de

15.09.2008   dpa


http://www.ratschlag24.com/index.php/esperantobibliothek-in-aalen-wird-100-jahre-alt_18939380/
 

Beitrag von dpa, 15.09.2008, 12:36

Esperanto-Bibliothek in Aalen wird 100 Jahre alt

 

 

Die Sprache ist flexibel, logisch und hat eine klare Grammatik ohne Ausnahmen - der 65 Jahre alte Apotheker Karl Heinz Schaeffer gerät ins Schwärmen, wenn er über die Kunstsprache oder wie er lieber sagt «Plansprache» Esperanto spricht.

Auch den Klang der Sprache findet er einfach nur schön. Schaeffer ist Geschäftsführer der Deutschen Esperanto-Bibliothek in Aalen (Ostalbkreis), die dieses Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiert. Die Bibliothek entstand aus der im August 1908 gegründeten Bibliothek des Sächsischen Esperanto-Instituts. Sie gehört weltweit zu den fünf größten Esperanto-Bibliotheken.

Der polnische Augenarzt Ludwig Zamenhof erfand Esperanto 1887. «Hoffender» bedeutet der Name der Kunstsprache. Esperanto besteht zu 50 Prozent aus romanischen Wörtern, 40 Prozent der Wörter sind germanischen und zehn Prozent slawischen Ursprungs. Zamenhofs Ziel war es, eine Weltsprache zu entwickeln, die jeder sprechen und relativ leicht erlernen kann. «Schon Hildegard von Bingen versuchte, so eine Sprache zu entwickeln», sagt Schaeffer. «Aber keiner dieser Versuche hat überlebt, nur Esperanto ist geblieben.»

Mehr als 21 000 Bücher stehen in den Regalen der Bibliothek, die selber wiederum in der Bibliothek der Stadt Aalen untergebracht ist. Katalogisiert wurden die Bücher von einem Pfarrer in Weilheim an der Teck (Kreis Esslingen). Als dieser sein Pfarrhaus räumte, kamen die Bücher und damit die ganze Bücherei 1989 nach Aalen. Klassiker der Weltliteratur wie Schiller, Shakespeare und Goethe haben in der Bibliothek genauso ihren Platz gefunden wie der Struwwelpeter oder Asterix und Obelix.

Und dennoch: Die Kunstsprache konnte sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht durchsetzen. «Sprachen werden von Regierungen durchgesetzt. Wenn die Politik nicht dahintersteht, setzt sich eine Sprache auch nicht durch», sagt Schaeffer überzeugt und bedauert es zugleich. Würden alle Menschen eine Sprache sprechen, gebe es wohl auch weniger Kriege und Krisen, vermutet er.

Englisch ist für ihn nicht die Lösung. In China etwa werde die leicht erlernbare Sprache Esperanto in riesigen Sporthallen unterrichtet. Nach Ansicht von Schaeffer sollte Esperanto aber nur eine Zweitsprache sein. «Jeder soll seine Heimatsprache und zusätzlich Esperanto als neutrale Verständigungssprache sprechen.»

Zumindest sollte jeder, der Schaeffer telefonisch erreichen möchte, Bruchstücke der Sprache beherrschen. Denn auf seinem Anrufbeantworter meldet er sich mit dem Satz: «Mi estas bedaurinde ne hejme» (Ich bin leider nicht zu Hause).

Karl-Heinz Schäffer hält das zweite Buch, das in Esperanto geschrieben ist. Das Buch von 1888 ist das älteste Exemplar in der Esperanto-Bibliothek. (Bild: dpa)
 

http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11308894/7249904/Esperanto_Bibliothek_in_Aalen_wird_Jahre_alt.html
 

15.09.2008/ 13:18

Beitragsfunktionen:

 

Esperanto-Bibliothek in Aalen wird 100 Jahre alt

Von Markus Lehmann, dpa

Aalen (dpa) - Die Sprache ist flexibel, logisch und hat eine klare Grammatik ohne Ausnahmen - der 65 Jahre alte Apotheker Karl Heinz Schaeffer gerät ins Schwärmen, wenn er über die Kunstsprache oder wie er lieber sagt "Plansprache" Esperanto spricht.

Auch den Klang der Sprache findet er einfach nur schön. Schaeffer ist Geschäftsführer der Deutschen Esperanto-Bibliothek in Aalen (Ostalbkreis), die dieses Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiert. Die Bibliothek entstand aus der im August 1908 gegründeten Bibliothek des Sächsischen Esperanto-Instituts. Sie gehört weltweit zu den fünf größten Esperanto-Bibliotheken.

Der polnische Augenarzt Ludwig Zamenhof erfand Esperanto 1887. "Hoffender" bedeutet der Name der Kunstsprache. Esperanto besteht zu 50 Prozent aus romanischen Wörtern, 40 Prozent der Wörter sind germanischen und zehn Prozent slawischen Ursprungs. Zamenhofs Ziel war es, eine Weltsprache zu entwickeln, die jeder sprechen und relativ leicht erlernen kann. "Schon Hildegard von Bingen versuchte, so eine Sprache zu entwickeln", sagt Schaeffer. "Aber keiner dieser Versuche hat überlebt, nur Esperanto ist geblieben."

Mehr als 21 000 Bücher stehen in den Regalen der Bibliothek, die selber wiederum in der Bibliothek der Stadt Aalen untergebracht ist. Katalogisiert wurden die Bücher von einem Pfarrer in Weilheim an der Teck (Kreis Esslingen). Als dieser sein Pfarrhaus räumte, kamen die Bücher und damit die ganze Bücherei 1989 nach Aalen. Klassiker der Weltliteratur wie Schiller, Shakespeare und Goethe haben in der Bibliothek genauso ihren Platz gefunden wie der Struwwelpeter oder Asterix und Obelix.

Und dennoch: Die Kunstsprache konnte sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht durchsetzen. "Sprachen werden von Regierungen durchgesetzt. Wenn die Politik nicht dahintersteht, setzt sich eine Sprache auch nicht durch", sagt Schaeffer überzeugt und bedauert es zugleich. Würden alle Menschen eine Sprache sprechen, gebe es wohl auch weniger Kriege und Krisen, vermutet er.

Englisch ist für ihn nicht die Lösung. In China etwa werde die leicht erlernbare Sprache Esperanto in riesigen Sporthallen unterrichtet. Nach Ansicht von Schaeffer sollte Esperanto aber nur eine Zweitsprache sein. "Jeder soll seine Heimatsprache und zusätzlich Esperanto als neutrale Verständigungssprache sprechen."

Zumindest sollte jeder, der Schaeffer telefonisch erreichen möchte, Bruchstücke der Sprache beherrschen. Denn auf seinem Anrufbeantworter meldet er sich mit dem Satz: "Mi estas bedaurinde ne hejme" (Ich bin leider nicht zu Hause).

Esperanto-Bibliothek in Aalen: esperanto-bibliothek.gmxhome.de

zus. Links:

Esperanto die Weltsprache

Die internationale Sprache: schnell erlernbar, neutral, ausdrucksstark
 

Esperanto lernen?

Übe Esperanto in der Gruppe mit Gleichgesinnten aus der Nähe!

Esperanto Schulungen

Esperanto Schulungen in Deutschland Österreich und der Schweiz suchen

 


http://www.saarbruecker-zeitung.de/nachrichten/wirtschaft/beruf/Bildung-Bibliotheken-Sprache;art4171,2521450,0
 

Esperanto-Bibliothek in Aalen wird 100 Jahre alt

Die Sprache ist flexibel, logisch und hat eine klare Grammatik ohne Ausnahmen - der 65 Jahre alte Apotheker Karl Heinz Schaeffer gerät ins Schwärmen, wenn er über die Kunstsprache oder wie er lieber sagt «Plansprache» Esperanto spricht.

Von Markus Lehmann, dpa

 

 
    Karl-Heinz Schäffer hält das zweite Buch, das in Esperanto geschrieben ist. Das Buch von 1888 ist das älteste Exemplar in der Esperanto-Bibliothek. (Bild: dpa)

› Foto vergrößern
 

Auch den Klang der Sprache findet er einfach nur schön. Schaeffer ist Geschäftsführer der Deutschen Esperanto-Bibliothek in Aalen (Ostalbkreis), die dieses Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiert. Die Bibliothek entstand aus der im August 1908 gegründeten Bibliothek des Sächsischen Esperanto-Instituts. Sie gehört weltweit zu den fünf größten Esperanto-Bibliotheken.

Der polnische Augenarzt Ludwig Zamenhof erfand Esperanto 1887. «Hoffender» bedeutet der Name der Kunstsprache. Esperanto besteht zu 50 Prozent aus romanischen Wörtern, 40 Prozent der Wörter sind germanischen und zehn Prozent slawischen Ursprungs. Zamenhofs Ziel war es, eine Weltsprache zu entwickeln, die jeder sprechen und relativ leicht erlernen kann. «Schon Hildegard von Bingen versuchte, so eine Sprache zu entwickeln», sagt Schaeffer. «Aber keiner dieser Versuche hat überlebt, nur Esperanto ist geblieben.»

Mehr als 21 000 Bücher stehen in den Regalen der Bibliothek, die selber wiederum in der Bibliothek der Stadt Aalen untergebracht ist. Katalogisiert wurden die Bücher von einem Pfarrer in Weilheim an der Teck (Kreis Esslingen). Als dieser sein Pfarrhaus räumte, kamen die Bücher und damit die ganze Bücherei 1989 nach Aalen. Klassiker der Weltliteratur wie Schiller, Shakespeare und Goethe haben in der Bibliothek genauso ihren Platz gefunden wie der Struwwelpeter oder Asterix und Obelix.

Und dennoch: Die Kunstsprache konnte sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht durchsetzen. «Sprachen werden von Regierungen durchgesetzt. Wenn die Politik nicht dahintersteht, setzt sich eine Sprache auch nicht durch», sagt Schaeffer überzeugt und bedauert es zugleich. Würden alle Menschen eine Sprache sprechen, gebe es wohl auch weniger Kriege und Krisen, vermutet er.

Englisch ist für ihn nicht die Lösung. In China etwa werde die leicht erlernbare Sprache Esperanto in riesigen Sporthallen unterrichtet. Nach Ansicht von Schaeffer sollte Esperanto aber nur eine Zweitsprache sein. «Jeder soll seine Heimatsprache und zusätzlich Esperanto als neutrale Verständigungssprache sprechen.»

Zumindest sollte jeder, der Schaeffer telefonisch erreichen möchte, Bruchstücke der Sprache beherrschen. Denn auf seinem Anrufbeantworter meldet er sich mit dem Satz: «Mi estas bedaurinde ne hejme» (Ich bin leider nicht zu Hause).

15.09.2008 12:36 | Beruf


http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1221208067442

Mitteldeutsche Zeitung

Topthemen

Esperanto-Bibliothek in Aalen wird 100 Jahre alt

von Markus Lehmann, 15.09.08, 12:36h

 
Karl-Heinz Schäffer hält das zweite Buch, das in Esperanto geschrieben ist. Das Buch von 1888 ist das älteste Exemplar in der Esperanto-Bibliothek. (Bild: dpa) (Foto: dpa)

Bild als E-Card versenden Bild als E-Card versenden

Aalen/dpa. Die Sprache ist flexibel, logisch und hat eine klare Grammatik ohne Ausnahmen - der 65 Jahre alte Apotheker Karl Heinz Schaeffer gerät ins Schwärmen, wenn er über die Kunstsprache oder wie er lieber sagt «Plansprache» Esperanto spricht.

Auch den Klang der Sprache findet er einfach nur schön. Schaeffer ist Geschäftsführer der Deutschen Esperanto-Bibliothek in Aalen (Ostalbkreis), die dieses Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiert. Die Bibliothek entstand aus der im August 1908 gegründeten Bibliothek des Sächsischen Esperanto-Instituts. Sie gehört weltweit zu den fünf größten Esperanto-Bibliotheken.

Der polnische Augenarzt Ludwig Zamenhof erfand Esperanto 1887. «Hoffender» bedeutet der Name der Kunstsprache. Esperanto besteht zu 50 Prozent aus romanischen Wörtern, 40 Prozent der Wörter sind germanischen und zehn Prozent slawischen Ursprungs. Zamenhofs Ziel war es, eine Weltsprache zu entwickeln, die jeder sprechen und relativ leicht erlernen kann. «Schon Hildegard von Bingen versuchte, so eine Sprache zu entwickeln», sagt Schaeffer. «Aber keiner dieser Versuche hat überlebt, nur Esperanto ist geblieben.»

Mehr als 21 000 Bücher stehen in den Regalen der Bibliothek, die selber wiederum in der Bibliothek der Stadt Aalen untergebracht ist. Katalogisiert wurden die Bücher von einem Pfarrer in Weilheim an der Teck (Kreis Esslingen). Als dieser sein Pfarrhaus räumte, kamen die Bücher und damit die ganze Bücherei 1989 nach Aalen. Klassiker der Weltliteratur wie Schiller, Shakespeare und Goethe haben in der Bibliothek genauso ihren Platz gefunden wie der Struwwelpeter oder Asterix und Obelix.

Und dennoch: Die Kunstsprache konnte sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht durchsetzen. «Sprachen werden von Regierungen durchgesetzt. Wenn die Politik nicht dahintersteht, setzt sich eine Sprache auch nicht durch», sagt Schaeffer überzeugt und bedauert es zugleich. Würden alle Menschen eine Sprache sprechen, gebe es wohl auch weniger Kriege und Krisen, vermutet er.

Englisch ist für ihn nicht die Lösung. In China etwa werde die leicht erlernbare Sprache Esperanto in riesigen Sporthallen unterrichtet. Nach Ansicht von Schaeffer sollte Esperanto aber nur eine Zweitsprache sein. «Jeder soll seine Heimatsprache und zusätzlich Esperanto als neutrale Verständigungssprache sprechen.»

Zumindest sollte jeder, der Schaeffer telefonisch erreichen möchte, Bruchstücke der Sprache beherrschen. Denn auf seinem Anrufbeantworter meldet er sich mit dem Satz: «Mi estas bedaurinde ne hejme» (Ich bin leider nicht zu Hause).

Esperanto-Bibliothek in Aalen: esperanto-bibliothek.gmxhome.de


http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/194339
Newsticker

Esperanto-Bibliothek in Aalen wird 100 Jahre alt

Esperanto-Bibliothek_18940992.thumbnail

Aalen (dpa) - Die Sprache ist flexibel, logisch und hat eine klare Grammatik ohne Ausnahmen - der 65 Jahre alte Apotheker Karl Heinz Schaeffer gerät ins Schwärmen, wenn er über die Kunstsprache oder wie er lieber sagt «Plansprache» Esperanto spricht.

Auch den Klang der Sprache findet er einfach nur schön. Schaeffer ist Geschäftsführer der Deutschen Esperanto-Bibliothek in Aalen (Ostalbkreis), die dieses Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiert. Die Bibliothek entstand aus der im August 1908 gegründeten Bibliothek des Sächsischen Esperanto-Instituts. Sie gehört weltweit zu den fünf größten Esperanto-Bibliotheken.

Der polnische Augenarzt Ludwig Zamenhof erfand Esperanto 1887. «Hoffender» bedeutet der Name der Kunstsprache. Esperanto besteht zu 50 Prozent aus romanischen Wörtern, 40 Prozent der Wörter sind germanischen und zehn Prozent slawischen Ursprungs. Zamenhofs Ziel war es, eine Weltsprache zu entwickeln, die jeder sprechen und relativ leicht erlernen kann. «Schon Hildegard von Bingen versuchte, so eine Sprache zu entwickeln», sagt Schaeffer. «Aber keiner dieser Versuche hat überlebt, nur Esperanto ist geblieben.»

Mehr als 21 000 Bücher stehen in den Regalen der Bibliothek, die selber wiederum in der Bibliothek der Stadt Aalen untergebracht ist. Katalogisiert wurden die Bücher von einem Pfarrer in Weilheim an der Teck (Kreis Esslingen). Als dieser sein Pfarrhaus räumte, kamen die Bücher und damit die ganze Bücherei 1989 nach Aalen. Klassiker der Weltliteratur wie Schiller, Shakespeare und Goethe haben in der Bibliothek genauso ihren Platz gefunden wie der Struwwelpeter oder Asterix und Obelix.

Und dennoch: Die Kunstsprache konnte sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht durchsetzen. «Sprachen werden von Regierungen durchgesetzt. Wenn die Politik nicht dahintersteht, setzt sich eine Sprache auch nicht durch», sagt Schaeffer überzeugt und bedauert es zugleich. Würden alle Menschen eine Sprache sprechen, gebe es wohl auch weniger Kriege und Krisen, vermutet er.

Englisch ist für ihn nicht die Lösung. In China etwa werde die leicht erlernbare Sprache Esperanto in riesigen Sporthallen unterrichtet. Nach Ansicht von Schaeffer sollte Esperanto aber nur eine Zweitsprache sein. «Jeder soll seine Heimatsprache und zusätzlich Esperanto als neutrale Verständigungssprache sprechen.»

Zumindest sollte jeder, der Schaeffer telefonisch erreichen möchte, Bruchstücke der Sprache beherrschen. Denn auf seinem Anrufbeantworter meldet er sich mit dem Satz: «Mi estas bedaurinde ne hejme» (Ich bin leider nicht zu Hause).

Esperanto-Bibliothek in Aalen: esperanto-bibliothek.gmxhome.de

© sueddeutsche.de - erschienen am 15.09.2008 um 12:36 Uhr


http://rhein-zeitung.de/on/08/09/16/service/berufbildung/t/rzo475455.html

Esperanto-Bibliothek in Aalen wird 100 Jahre alt

Aalen Die Sprache ist flexibel, logisch und hat eine klare Grammatik ohne Ausnahmen - der 65 Jahre alte Apotheker Karl Heinz Schaeffer gerät ins Schwärmen, wenn er über die Kunstsprache oder wie er lieber sagt «Plansprache» Esperanto spricht.

 


Karl-Heinz Schäffer hält das zweite Buch, das in Espe­ranto geschrie­ben ist. Das Buch von 1888 ist das älteste Exem­plar in der Espe­ranto-Biblio­thek. (Bild: dpa)

 

Auch den Klang der Sprache findet er einfach nur schön. Schaeffer ist Geschäftsführer der Deutschen Esperanto-Bibliothek in Aalen (Ostalbkreis), die dieses Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiert. Die Bibliothek entstand aus der im August 1908 gegründeten Bibliothek des Sächsischen Esperanto-Instituts. Sie gehört weltweit zu den fünf größten Esperanto-Bibliotheken.

Der polnische Augenarzt Ludwig Zamenhof erfand Esperanto 1887. «Hoffender» bedeutet der Name der Kunstsprache. Esperanto besteht zu 50 Prozent aus romanischen Wörtern, 40 Prozent der Wörter sind germanischen und zehn Prozent slawischen Ursprungs. Zamenhofs Ziel war es, eine Weltsprache zu entwickeln, die jeder sprechen und relativ leicht erlernen kann. «Schon Hildegard von Bingen versuchte, so eine Sprache zu entwickeln», sagt Schaeffer. «Aber keiner dieser Versuche hat überlebt, nur Esperanto ist geblieben.»

Mehr als 21 000 Bücher stehen in den Regalen der Bibliothek, die selber wiederum in der Bibliothek der Stadt Aalen untergebracht ist. Katalogisiert wurden die Bücher von einem Pfarrer in Weilheim an der Teck (Kreis Esslingen). Als dieser sein Pfarrhaus räumte, kamen die Bücher und damit die ganze Bücherei 1989 nach Aalen. Klassiker der Weltliteratur wie Schiller, Shakespeare und Goethe haben in der Bibliothek genauso ihren Platz gefunden wie der Struwwelpeter oder Asterix und Obelix.

Und dennoch: Die Kunstsprache konnte sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht durchsetzen. «Sprachen werden von Regierungen durchgesetzt. Wenn die Politik nicht dahintersteht, setzt sich eine Sprache auch nicht durch», sagt Schaeffer überzeugt und bedauert es zugleich. Würden alle Menschen eine Sprache sprechen, gebe es wohl auch weniger Kriege und Krisen, vermutet er.

Englisch ist für ihn nicht die Lösung. In China etwa werde die leicht erlernbare Sprache Esperanto in riesigen Sporthallen unterrichtet. Nach Ansicht von Schaeffer sollte Esperanto aber nur eine Zweitsprache sein. «Jeder soll seine Heimatsprache und zusätzlich Esperanto als neutrale Verständigungssprache sprechen.»

Zumindest sollte jeder, der Schaeffer telefonisch erreichen möchte, Bruchstücke der Sprache beherrschen. Denn auf seinem Anrufbeantworter meldet er sich mit dem Satz: «Mi estas bedaurinde ne hejme» (Ich bin leider nicht zu Hause).

Esperanto-Bibliothek in Aalen: esperanto-bibliothek.gmxhome.de Von Markus Lehmann, dpa

dpa-infocom


http://magazine.web.de/de/themen/wissen/mensch/6633438-Esperanto-Bibliothek-in-Aalen-wird-100-Jahre-alt.html
 

Esperanto-Bibliothek in Aalen wird 100 Jahre alt

Aalen (dpa) - Die Sprache ist flexibel, logisch und hat eine klare Grammatik ohne Ausnahmen - der 65 Jahre alte Apotheker Karl Heinz Schaeffer gerät ins Schwärmen, wenn er über die Kunstsprache oder wie er lieber sagt "Plansprache" Esperanto spricht.

Mehr zum Thema

 

Esperanto-Bibliothek
Karl-Heinz Schäffer hält das zweite Buch, das in Esperanto geschrieben ist. Das Buch von 1888 ist das älteste Exemplar in der Esperanto-Bibliothek. (Bild: dpa)
© dpa

Vergrößern

Auch den Klang der Sprache findet er einfach nur schön. Schaeffer ist Geschäftsführer der Deutschen Esperanto-Bibliothek in Aalen (Ostalbkreis), die dieses Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiert. Die Bibliothek entstand aus der im August 1908 gegründeten Bibliothek des Sächsischen Esperanto-Instituts. Sie gehört weltweit zu den fünf größten Esperanto-Bibliotheken.

Der polnische Augenarzt Ludwig Zamenhof erfand Esperanto 1887. "Hoffender" bedeutet der Name der Kunstsprache. Esperanto besteht zu 50 Prozent aus romanischen Wörtern, 40 Prozent der Wörter sind germanischen und zehn Prozent slawischen Ursprungs. Zamenhofs Ziel war es, eine Weltsprache zu entwickeln, die jeder sprechen und relativ leicht erlernen kann. "Schon Hildegard von Bingen versuchte, so eine Sprache zu entwickeln", sagt Schaeffer. "Aber keiner dieser Versuche hat überlebt, nur Esperanto ist geblieben."

Mehr als 21 000 Bücher stehen in den Regalen der Bibliothek, die selber wiederum in der Bibliothek der Stadt Aalen untergebracht ist. Katalogisiert wurden die Bücher von einem Pfarrer in Weilheim an der Teck (Kreis Esslingen). Als dieser sein Pfarrhaus räumte, kamen die Bücher und damit die ganze Bücherei 1989 nach Aalen. Klassiker der Weltliteratur wie Schiller, Shakespeare und Goethe haben in der Bibliothek genauso ihren Platz gefunden wie der Struwwelpeter oder Asterix und Obelix.

Und dennoch: Die Kunstsprache konnte sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht durchsetzen. "Sprachen werden von Regierungen durchgesetzt. Wenn die Politik nicht dahintersteht, setzt sich eine Sprache auch nicht durch", sagt Schaeffer überzeugt und bedauert es zugleich. Würden alle Menschen eine Sprache sprechen, gebe es wohl auch weniger Kriege und Krisen, vermutet er.

Englisch ist für ihn nicht die Lösung. In China etwa werde die leicht erlernbare Sprache Esperanto in riesigen Sporthallen unterrichtet. Nach Ansicht von Schaeffer sollte Esperanto aber nur eine Zweitsprache sein. "Jeder soll seine Heimatsprache und zusätzlich Esperanto als neutrale Verständigungssprache sprechen."

Zumindest sollte jeder, der Schaeffer telefonisch erreichen möchte, Bruchstücke der Sprache beherrschen. Denn auf seinem Anrufbeantworter meldet er sich mit dem Satz: "Mi estas bedaurinde ne hejme" (Ich bin leider nicht zu Hause).


http://www.volksstimme.de/vsm/ratgeber/beruf_und_bildung/?sid=fnodcc7b448bb6gtal0vgfc926

bzw. http://www.volksstimme.de/vsm/ratgeber/beruf_und_bildung/beruf_aktuell/?sid=hggbkk9e5ggp74q5v7bcd91v42&em_cnt=1167091
 


Ende von 16.9.2008:
 

http://www.nwzonline.de/index_aktuelles_bildungundberuf_article.php?id=158328&offset=
Nordwest Zeitung Online:

http://www.hna.de/berufstart/LINK00_20080915123615_Esperanto_Bibliothek_in_Aalen_wird_einsnullnul.html
HNA: Tageszeitung in Kassel für Hessen und Niedersachsen:

ganz: http://www.hna.de/berufstart/00_20080915123615_Esperanto_Bibliothek_in_Aalen_wird_einsnullnul.html
 

jeweils Standard-Meldungen


http://www.lr-online.de/tipps-und-trends/Beruf-Bildung-Bildung-Bibliotheken-Sprache;art819,2172468
Lausitzer Rundschau (geht nur mit Abo-Nr.)

Beruf & Bildung 15.09.08, 12:36 Uhr 
Esperanto-Bibliothek in Aalen wird 100 Jahre alt
Auch den Klang der Sprache findet er einfach nur schön. Schaeffer ist Geschäftsführer der Deutschen Esperanto-Bibliothek in Aalen (Ostalbkreis), die dieses Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiert. Die Bibliothek entstand aus der im August 1908 gegründeten

 



http://www.ln-online.de/news/pdf/2463029
Lübecker Nachrichten (nordclick.de) liefert Meldung als pdf


http://www.newsware.de/Artikel/Esperanto_Bibliothek_Aalen_Jahre_a3072427.html
(wird betrieben von sz-online)


http://www.kreiszeitung.de//dpaberufstart/00_20080915123615_Esperanto_Bibliothek_in_Aalen_wird_einsnullnul.html

Kreiszeitung Syke


http://settlershome.wordpress.com/category/kulturen/

bringt unter Überschrift

Archiv für Kulturen

eine Kopie des Schwäpo-Artikels


http://www.ipernity.com/blog/35763/92535

verweist auf den Artikel in der Mitteldeutschen Zeitung


http://www.swr.de/swr4/bw/regional/schwaben/programm/spatz/ostalbkreis/-/id=2372272/nid=2372272/did=3809122/1ljfeb4/index.html
am 16.9.2008

Aalen: Für welche Sprache ist Aalen ein Zentrum?

Das Schwaben Radio Spatzenspiel

Für welche Sprache ist Aalen ein Zentrum?


 

a) Esperanto

b) Gälisch

c) Althochdeutsch

d) Rätoromanisch



 


 

Die richtige Antwort ist a).

Es ist Esperanto, eine Kunstsprache. In Aalen kann man Esperanto lernen und die Esperanto- Bibliothek im Aalener Torhaus ist mit ihren fast 25000 Büchern nach London und Rotterdam die drittgrößte. Lehrbücher der Kunstsprache sind genauso dabei wie Übersetzungen zum Beispiel der Bibel,  aber auch der Klassiker wie Goethe, Schiller oder Shakespiere und andere Werke der Weltliteratur. Aber auch "Allerweltsliteratur, wissenschaftliche Abhandlungen und Reiseberichte. Der polnische Augenarzt Ludwig Lazarus Zamenhof hat die Sprache Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt. Sie hat nur wenige grammatische Regeln und keine Ausnahmen.  Man nimmt an, dass rund um den Globus 3 bis 11 Millionen Menschen Esperanto beherrschen.  Und aus aller Welt kommen auch Anfragen nach Lesestoff aus der  Aalener Esperanto Bibliothek, die vom Esperanto Verein betreut wird.

 

          

Das Spatzenspiel, immer werktags im Schwaben Radio zwischen 8.00 und 8.30 Uhr