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(2008-04-02)

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Hier finden Sie sporadisch neue Meldungen aus Presse oder Internetz
(Quelle, wenn nichts anderes angegeben, ist der Deutsche Bibliotheksverband):
  Nutzer beteiligen sich an Weiterentwicklung von The European Library

Das gemeinsame Portal der europäischen Nationalbibliotheken, "The European Library" hat jetzt die Einrichtung eines Nutzerbeirats bekannt gegeben.

The European Library, das gemeinsame Portal der europäischen Nationalbibliotheken, gibt die Einrichtung eines Nutzerbeirats bekannt. Die Mitglieder des Nutzerbeirats setzen sich aus Vertretern aus internationalen Bibliotheks- und Akademikerkreisen zusammen. Durch ihre Stellungnahmen werden Nutzeranforderungen bei der Weiterentwicklung und Strategie des Portals von The European Library einbezogen.

Der Beirat wird The European Library in zweierlei Hinsicht zu Fragen der Nutzerfreundlichkeit beraten: zum einen zum Webdesign und der Funktionalität des Portals und zum anderen wird er das Netzwerk von The European Library über neue Entwicklungen von Nutzeranforderungen auf den verschiedenen Suchebenen informieren.

"Es ist bemerkenswert, dass so viele leitende Bibliothekare, Akademiker und Web-2.0-Experten unserer Einladung gefolgt sind, Mitglieder des Nutzerbeirates zu werden", sagte Lynne Brindley, Vorsitzende des Vorstands von The European Library und Generaldirektorin der British Library. "Die Konstituierung des Beirats symbolisiert einen wichtigen Schritt in der Entwicklung von The European Library. Er wird auf sehr pragmatische Weise den Nutzern eine Stimme geben. Wenn wir weiter Dienste für Akademiker und Informationssuchende entwickeln, müssen wir den Nutzerbedürfnissen sorgfältig Aufmerksamkeit schenken."

Die Mitglieder des Nutzerbeirats von The European Library sind:

  • Peter Suber; SPARC und Earlham College; USA
  • Mathias Schindler; Student und Vorstandsmitglied von Wikimedia Deutschland
  • Zinaida Manzuch; Universität Vilnius; Litauen
  • Margus Lääne; Staatsarchiv; Estland
  • Apurba Kundu; University of Bradford; Großbritannien
  • Marjeta Gostincar Cerar; Institute for Ethnic Studies; Slowenien
  • Michael Fingerhut; Multimedia Library and Engineering Bureau; Frankreich
  • Max Dohle; Werbetexter; Niederlande
  • Mel Collier; Katholische Universität Leuven; Belgien

Die konstituierende Sitzung des Nutzerbeirats wird am 20. Mai 2008 am Rande eines Arbeitsgruppentreffens von Vertretern der europäischen Nationalbibliotheken stattfinden. Auf der Tagesordnung werden unter anderem Diskussionen über den nächsten Release von The European Library stehen sowie weitere Nutzeranforderungen an Entwicklungen außerhalb des Portals, beispielsweise Blogs, Facebook und andere Web 2.0-Umgebungen. Louise Edwards, Projektmanagerin von The European Library, sagte: "Wir freuen uns sehr auf dieses erste Treffen mit dem Nutzerbeirat. Wir sind sehr gespannt auf die Ergebnisse der Diskussionen und darauf, noch mehr über die Nutzerperspektive zu erfahren." Der Nutzerbeirat wird seinen eigenen virtuellen Diskussionsraum haben und Treffen nur bei Bedarf abhalten. Die Beiratsmitglieder werden zunächst für zwei Jahre im Amt bleiben.

Hintergrund

www.TheEuropeanLibrary.org ist ein Service der Konferenz der Europäischen Nationalbibliothekare (Conference of European National Librarians, CENL), der einen kostenlosen Zugang zu den digitalen und nicht digitalen Beständen, d. h. Büchern, Zeitungen, Zeitschriften, Handschriften, Musik-, Ton- und Filmarchiven von zurzeit 33 der 47 europäischen Nationalbibliotheken bietet. Die Europeana - die europäische digitale Bibliothek - wird auf der Infrastruktur von The European Library aufgebaut. Die Deutsche Nationalbibliothek ist die zentrale Archivbibliothek und das nationalbibliografische Zentrum der Bundesrepublik Deutschland. Sie hat die Aufgabe, alle Publikationen mit Bezug zu Deutschland ab 1913 zu sammeln, dauerhaft zu archivieren, umfassend zu dokumentieren und bibliografisch zu verzeichnen sowie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Sie ist Gründungsmitglied der Konferenz der Europäischen Nationalbibliothekare und stellt zurzeit mit ihrer Generaldirektorin, Dr. Elisabeth Niggemann, die Vorsitzende der Konferenz. Die Deutsche Nationalbibliothek engagiert sich für Entwicklung und Ausbau von The European Library sowie der europäischen digitalen Bibliothek mit einer Vielzahl von Projektbeiträgen.

Quelle:
Fleur Stigter (Deutsche Nationalbibliothek)

  China hat bald die größte Bibeldruckerei der Welt. Sie soll Anfang 2008 in Nanjing eröffnet werden. Die seit knapp 20 Jahren bestehende Druckerei wird um eine neue Fabrik erweitert und wird damit eine Produktionskapazität von einer Million Büchern pro Monat haben. Betreiber ist die Diakoniestiftung Amity aus Hongkong mit Unterstützung durch den Weltbund der Bibelgesellschaften. Insgesamt sind mehr als 50 Millionen Bibeln in Nanjing hergestellt worden, um die wachsende Nachfrage in China zu decken. Jede fünfte Bibel geht ins Ausland.- 31/12/2007 14.39.35 - http://radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=177093
 

Der dbv (Deutscher Bibliotheksverband) stellt die Weichen zur Weiterfuehrung der Deutschen Internetbibliothek

Am 31.01.2008 kamen auf Einladung des dbv ca. 50 Vertreter des Kooperationsverbundes der Deutschen Internetbibliothek (DIB) zur Beratung und Entscheidung ueber die Zukunft der DIB in Berlin zusammen. Dem waren intensive Diskussionen im dbv-Vorstand und dem dbv-Beirat auf der Grundlage einer im Sommer 2007 unter den dbv-Mitgliedern durchgefuehrten Umfrage voraus gegangen. Der dbv-
Beirat hatte festgelegt, dass der dbv kuenftig nicht mehr Projekttraeger der DIB sein, sondern die Ueberleitung in ein neues Modell begleiten solle.

Nach laengerer Diskussion erging ein mehrheitliches Votum fuer die Weiterfuehrung der DIB auf der Plattform InfoDesk des Bibliotheksservice-Zentrums Baden-Wuerttemberg (BSZ). Der dbv wird jetzt einen Rahmenvertrag mit dem BSZ aushandeln und fuer die
Einsetzung eines fachlichen DIB-Beirates sorgen. Der Rahmenvertrag soll innerhalb von ein bis zwei Monaten ausgehandelt und formuliert sein. Anschliessend ergeht ein Vertragsangebot an alle Bibliotheken des Kooperationsverbundes. Der DIB-Beirat soll
sich in ein bis zwei Monaten nach den Voten der Sektionen konstituieren. Ihm werden kuenftig wichtige Funktionen zukommen.

Weitere Informationen:
http://www.internetbibliothek.de/

  Bibliotheken als Pflichtaufgabe: dbv-Vertreter trafen Bundestagsabgeordnete

Am 20.02.2008 fand auf Einladung des dbv ein Strategiegespraech mit den Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann (CDU), Siegmund Ehrmann (SPD), Undine Kurth (Buendnis 90/ Die Gruenen) und Dr. Lukretia Jochimsen (Die Linke) sowie 18 Vertretern des dbv (Bundesverband und Landesverbaende) und der BID statt. Ziel des Gespraechs war die gemeinsame Ueberlegung, wie die Empfehlungen der Enquetekommission „Kultur in Deutschland“ in die Tat umgesetzt werden koennen, und zwar vor allem auf Ebene der Laender und Kommunen. Alle Abgeordneten betonten den besonderen Status der Bibliotheken. Bibliotheken sind die einzigen Einrichtungen, fuer
die die Enquetekommission in ihrem ueber 500 Seiten Abschlussbericht den Status als Pflichtaufgabe des Staates gefordert haben. Bibliotheken sollten ihre Angebote und Leistungen z.B. in den Bereichen Migration, kulturelle Bildung und Familie wesentlich
staerker darstellen. Die Ergebnisse des Gespraechs sollen nun mit dem dbv-Beirat und dem dbv-Praesidium beraten werden. Die Bibliotheksvertreter vereinbarten regelmaessige Treffen und enge Zusammenarbeit der Bundes- und Landesebene zur weiteren Umsetzung der Empfehlungen.

Weitere Informationen:
http://www.bibliotheksverband.de/aktuelles/20071212.html
 

Informationen der dbv-Rechtskommission zum Kopienversand:

Der am 1.1.2008 in Kraft getretene § 53a UrhG bereitet den Rechtsanwendern – den Bibliotheken – aufgrund der Unsicherheiten, die sich aus der Begriffswahl des Gesetzgebers ergeben, einige Schwierigkeiten. In einer aktuellen Veroeffentlichung von Armin Talke, Mitglied der dbv-Rechtskommission, werden daher unklare Begriffe definiert und Erlaeuterungen fuer die Praxis geboten.

Weitere Informationen:
http://www.bibliotheksverband.de/ko-recht/urrecht.html

 

Online-Portal Europeana für Europäische Digitale Bibliothek

Die neue Website der Europaeischen Digitalen Bibliothek, „Europeana“, wurde am 1. Februar auf einer internationalen Konferenz in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main erstmals der Oeffentlichkeit vorgestellt. Es wurde gezeigt, wie Benutzer anspruchsvolle Such- und Browsing-Werkzeuge nutzen koennen, um Gemaelde, Fotografien, Objekte, Buecher, Zeitungen, Archivalien, Filme und Tonaufnahmen zu finden, die von europaeischen Kulturinstitutionen digitalisiert wurden. Zur Verfuegung gestellt wird jetzt eine Demoversion mit etwa 10.000 Eintraegen. Im Herbst wird es dann einen Prototyp geben.

Das Projekt European digital library network begann im Herbst 2007 mithilfe finanzieller Unterstuetzung der Europaeischen Kommission mit der Entwicklung der Europeana. Das Nutzerverhalten in der Demo-Version der Europeana wird online beobachtet, Nutzergruppen in ganz Europa werden in die Tests einbezogen. Dadurch wird sichergestellt, dass der Prototyp, der im November 2008 der Oeffentlichkeit vorgestellt werden wird, alle Funktionalitaeten bieten wird, die die Nutzer benoetigen.

Bibliotheken, die Datenbestaende zur Aufnahme in die EDL anbieten moechten, koennen ueber die Website Kontakt mit der Projektleitung aufnehmen.

Weitere Informationen: http://www.d-nb.de/aktuell/presse/pressemitt_europeana.htm, Demo-Website: http://www.europeana.eu/

  Freie Enzyklopaedie zur Langzeitarchivierung bei nestor

Das Deutsche Kompetenznetzwerk Langzeitarchivierung „nestor“ hat das Handbuch „Kleine Enzyklopaedie der digitalen Langzeitarchivierung“ herausgegeben. Es sammelt und strukturiert als frei verfuegbare Online-Ressource das gesamte derzeit vorhandene Wissen zum Thema. Das nestor-Handbuch unterliegt einem kostenlosen Lizenzmodell, das ausdruecklich zur Weiterverbreitung berechtigt. Sein Inhalt wird staendig erweitert und auf dem neuesten Stand gehalten. Die jeweils aktuelle Version steht saemtlichen Kultureinrichtungen sowie allen am Thema Interessierten zum kostenfreien Download von der nestor-Internetseite zur Verfuegung.


Weitere Informationen: http://nestor.sub.uni-goettingen.de/handbuch/nestor-Handbuch_01.pdf
  Das Internet kann viel, aber eben auch nicht alles. Zum Beispiel dem Buch den Rang ablaufen.

Denn wie eine aktuelle Forsa-Studie im Auftrag des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und der ZDF-Medienforschung ergeben hat, behalten das Buch und die Tageszeitung einen hohen Stellenwert bei der Mediennutzung.

Ganze 21 Prozent der deutschen Bevölkerung, so berichtet der Kölner Stadtanzeiger, lesen täglich oder fast täglich in einem Buch. Trotz zunehmender Bedeutung des Internets.

Besonders interessant: Es sind vor allem Frauen, unter 30-Jährige und Höhergebildete, die am häufigsten zu einem guten Buch greifen. Spitzenreiter unter den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen ist nach wie vor das Musikhören, dicht gefolgt von Fernsehen und Zeitunglesen. Hier liegen insbesondere die Männer vorn. Das Bücherlesen belegt übrigens den sechsten Platz.

Quelle: Newsletter Bibliothek-aktuell.de von Dashöfer
  Aus dem Handbuch "Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen" - ein Beitrag von Andrea Joosten:

Notfallplanung ist ein wichtiges, oft aber sehr stiefmütterlich behandeltes Thema in Bibliotheken. Es müssen ja nicht gleich die großen Naturkatastrophen (Feuer, Wasser, Wind, Erdbeben) oder bewusste Zerstörungen durch Krieg, Vandalismus und Terrorismus sein. Gerade durch die vom Menschen verursachten Unachtsamkeiten (z. B. Gebäudeschäden, schlechte Magazinsituation) sind jährlich zahlreiche Schadensfälle zu verzeichnen. Die Notfallplanung dient zum einen der Behebung solcher Situationen, zum anderen der Reduzierung von Auswirkungen von Katastrophen.

Grundsätze der Notfallplanung

Vor aller konkreten Notfallplanung stehen strategische Überlegungen. Die Entwicklung eines Notfallplans kostet Zeit und Geld. Nach Möglichkeit sollte es ein Notfallteam mit einem verantwortlichen Teamleiter geben – zusammengesetzt aus Mitarbeitern der Bibliothek, der übergeordneten Institution und externen Fachleuten. Die Kompetenzen dieses Krisenstabs in Bezug auf finanzielle Mittel, Einbindung in die Organisationsstruktur und die Entscheidungsabläufe sollten eindeutig festgelegt und kommuniziert werden.

Die konkrete Notfallplanung dieses Gremiums beginnt mit der Beschreibung und Qualifizierung der inneren und äußeren Gefahrenquellen. In einem zweiten Schritt wird über vorbeugende Maßnahmen nachgedacht, die die Wahrscheinlichkeit eines Notfalls reduzieren sollen. Alle Notfälle wird man niemals ganz ausschließen können. Aus diesem Grund gehört es auch zur Notfallplanung, Vorbereitungen zu treffen, die der Minimierung von negativen Auswirkungen dienen. Ein weiterer Schritt besteht in der Vorbereitung auf erste Maßnahmen nach dem Eintreten eines Schadensfalls. Ist ein Notfall tatsächlich einmal eingetreten, so darf der Krisenstab dessen kritische Evaluierung nicht vergessen. Alle Überlegungen münden in ein schriftliches Dokument – dem eigentlichen Notfallplan.

Prävention

Die Prävention beginnt im bewussten Erkennen der Gefahrenquellen. Diese können sich in den klimatischen, geographischen und den baulichen Bedingungen, in den organisatorischen Strukturen der Bibliothek und deren Trägerinstitution sowie im Kenntnisstand der Mitarbeiter verbergen. Nach einer Auflistung aller bekannten Risikofaktoren erfolgt deren Bewertung, z.B. anhand eines Risikoanalysemodells, aufgrund dessen die eigentlichen Präventionsmaßnahmen geplant werden können. Vorbeugende Maßnahmen versuchen einen Notfall ganz auszuschließen bzw. absehbare Gefahren zu verringern. Im Bereich des Gebäudemanagements ist für ausreichenden Brandschutz zu sorgen. Alle Bibliotheksmaterialien sollten entsprechend sachgerecht und sicher gelagert werden. Eine regelmäßige Pflege, Wartung und Reparatur für Mobiliar, Anlagen und Geräte ist notwendig.

Eine Versicherung sollte abgeschlossen werden, die im Schadensfall die Kosten für Bergung, Neukauf oder Reparatur, Restaurierung übernimmt. Sicherheitskopien von wichtigen Unterlagen (z. B. den Versicherungspapieren, Inventarbüchern) und von elektronischen Daten müssen regelmäßig angefertigt und getrennt vom Original gelagert werden. Tritt dennoch ein Notfall ein, so lassen sich die Auswirkungen gering halten, wenn die Bibliothek bereits entsprechende Vorkehrungen getroffen hat, die ein schnelles und sicheres Handeln ermöglichen. Diese vorbereitenden Maßnahmen umfassen Alarm- und Evakuierungspläne, Raumpläne für Fluchtwege und Sicherheitseinrichtungen, eine Prioritätenliste für die Bibliotheksbestände, Adressen- und Telefonlisten der ersten Ansprechpartner.

Alle Listen und Pläne sollten an markanten Stellen aufbewahrt werden, damit sie im Notfall sofort verfügbar sind. Mit der Feuerwehr und mit Servicefirmen können beispielsweise schon im Vorfeld Absprachen getroffen werden. Für die Bergung und den Transport beschädigter Bestände sollten notwendige Materialien in einer Notfallbox bereit stehen. Zu den vorbereitenden Maßnahmen gehört weiterhin die Einteilung der Mitarbeiter der Bibliothek sowie deren intensive Schulung in Theorie und Praxis. Ebenso kann man ein Kommunikationskonzept entwickeln, das zum einen den Umgang mit den Betroffenen einschließt, als auch eine Medienstrategie für de Information der Öffentlichkeit umfasst.

Erste Maßnahmen nach einem Notfall

Personenschutz hat immer Vorrang vor der Rettung von Sachwerten. Nach der Freigabe des Gebäudes durch die Sicherheitskräfte steht die Begutachtung an erster Stelle. Art und Umfang der Schäden ist abzuwägen und zu dokumentieren. Zügig sollten erste Sicherheitsmaßnahmen erfolgen und die Bergung der betroffenen Bestände vorbereitet werden (z. B. durch den Schutz nicht betroffener Bestände, das Freiräumen von Rettungswegen, Benachrichtigung und Einweisung von Hilfskräften, Kontaktaufnahme zu Restauratoren und externen Servicefirmen, Meldung bei der Versicherung).

Wichtig ist es, so rasch wie möglich zu versuchen, das Klima in den Räumen konstant zu halten, um einen Schimmelpilzbefall gering zu halten. Zeitoptimierung und Schadensminimierung haben bei der regalweisen Bergung der Bestände Priorität. Zwischen leicht und schwer beschädigten Medien ist zu unterscheiden. Letztere sollten nur von geschulten Personen geborgen werden. Bei Brandschäden steht die Beseitigung von Rußschäden und Brandgeruch durch intensives Lüften im Vordergrund. Im Falle eines Wasserschadens kommt eine Luft- oder Gefriertrocknung in Frage. In einem großen Raum in der Nähe des Schadensortes sollten die Bestände zwischengelagert, von geschultem Personal, wenn notwendig, verpackt, beschriftet und dokumentiert werden.

Jeder Notfall ist individuell. Aus diesem Grund ist es wichtig, seine Notfallplanung nach einem Schadensfall kritisch zu evaluieren und den Erfahrungen anzupassen. Sowieso bedarf es einer ständigen Überprüfung der aufgestellten Pläne, Listen etc. und einer regelmäßigen Schulung der Mitarbeiter. Ein schlecht organisierter Notfall kann eine Bibliothek für lange Zeit stark beeinträchtigen und den Service einschränken.

Literaturhinweise:

Feldmann, Reinhard: Forum Bestandserhaltung – Notfall
www.uni-muenster.de
(Stand: 04.06.2007)

Klotz-Berendes, Bruno: Notfallvorsorge in Bibliotheken.
– Berlin : EDBI, 2000
eldorado.uni-dortmund.de
(Stand: 04.06.2007)

Quelle:
http://www.dashoefer.de/cgi-bin/news_more/news_more.pl?mitte=01&rechts=Detail&Article_ID=34765&Gate_ID=13&quelle=Bibliothek-aktuell_6&uid=SR10399792

   










































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